Der französische Künstler Fernand Léger (1881-1955) ist Vorläufer der visuellen Welt von heute: klare Formen, leuchtende Farben. Léger sieht das moderne Leben als Spektakel, „feiert“ das hektische Tempo und die mechanische Schönheit der Moderne in seiner Kunst. 100 Jahre nach seiner Schaffenszeit stellt die erste lange ARTE-Doku über diesen Künstler -anlässlich einer Kunstausstellung, die das Centre Pompidou zusammen mit dem H’ART Museum in Amsterdam für 2028 kuratiert - die Frage: War Fernand Léger Zeitgenosse im falschen Jahrhundert? Oder: Ist Léger der erste Künstler der Gegenwart? Denn seine radikale Herangehensweise an Form, Farbe und Komposition hat Prinzipien etabliert, die heute in vielen Bereichen der modernen Kunst und visuellen Gestaltung allgegenwärtig sind. Er hat die Grundideen des vorherrschenden Kubismus nicht einfach kopiert, sondern sie durch seinen „Tubismus“ in eine neue Richtung gelenkt. Wer war dieser Mann, was hat ihn malerisch getrieben? Und was genau begeistert junge KünstlerInnen, GrafikerInnen, Street-und Digital-Artisten im 21. Jahrhundert an seinen visuellen Ideen? Die Doku möchte Fernand Léger als Mensch und Maler mit seiner bahnbrechenden Kunst nah kommen, neu erleben und die Relevanz dieses französischen Jahrhundert-Künstlers für heutige Kunstschaffende herausstellen - durch ihre Arbeiten, aber vor allem seine Bilder, Werke und sein Leben. Das „Musée National Fernand Léger“ in Biot und seine letzte Zeit in Südfrankreich spielen eine besondere Rolle. Hier finden regelmäßig Ausstellungen statt, in denen aktuelle Künstler sich direkt auf Légers Werk beziehen.
Buch / Regie: Susanne Brand
Spielzeit: 52 min
Auftraggeber: SWR/ARTE
Produziert: 2027 , 2027, BRANDMEDIA FILMLonamedia